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Oktober 11

Lebensweisheit von der Freiheit der Entscheidung

Ein Wanderer trifft auf einen Schäfer. Er fragt diesen, wie wohl das Wetter in den nächsten Tagen werden würde. Der Schäfer antwortet: "So, wie ich es gerne habe".
"Woher wissen Sie, dass das Wetter so werden wird, wie Sie es mögen", fragt der Wanderer.
"Sehr einfach", antwortet der Schäfer. "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich nicht immer das bekomme, was ich möchte. Also habe
ich gelernt, immer das zu mögen, was ich bekomme. Deshalb bin ich mir sicher, dass das Wetter so wird, wie ich es mag".

Die darin enthaltene Lebensweisheit
Es liegt bei uns, etwas als Glück oder Unglück, als gut oder schlecht anzusehen. Wir haben die Freiheit, uns für das eine oder andere zu entscheiden. Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht der Dinge.

aus dem Buch: "Die Möwe Jonathan"

 

 

September 11

Der Wettkampf der Frösche

Unter den Fröschen wurde ein Wettkampf ausgetragen. Ziel war es, auf die Spitze eines großen Wasserturms zu gelangen. Es versammelten sich viele andere Frösche. Große und kleine, alte und junge, um zuzusehen und ihre Artgenossen eifrig anzufeuern. Zur festgesetzten Zeit begann der Wettlauf. Aber in Wirklichkeit glaubte keiner der zahlreichen Zuschauer daran, dass auch nur ein Frosch auf die Spitze des hohen Turmes gelangen könnte.
Alles was man hörte, waren Sätze wie: "Die Armen! Sie werden es nie
schaffen!" Und tatsächlich gaben bald darauf die Wettlauffrösche einer nach dem anderen auf - alle außer einem einzigen, der eifrig und mit großer Anstrengung versuchte, die Spitze des Turmes zu erreichen.
Die Zuschauer riefen: "Der Arme! Er wird es nie schaffen!" Aber der Dickschädel gab nicht auf und kämpfte weiter. Unter großer Anstrengung erreichte er sein Ziel. Nun wollten die Übrigen von ihm wissen, wie er das geschafft habe.
Als sich ein Journalistenfrosch näherte, um ihn zu fragen, wie er es geschafft habe, den Wettlauf zu gewinnen, da merkten sie ...
dass er taub war!

Und die Moral von der Geschichte:
Sei immer taub, wenn dir jemand sagt, du könntest es nicht schaffen, deine Träume zu verwirklichen.

Quelle unbekannt      

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Juli/August 11

Was ist wichtiger, viel zu wissen oder
es zu verstehen und zu leben?

Gehörst du auch zu den ungeduldigen Suchenden und Sammlern? Den Menschen, die hoffnungsvoll Bücher verschlingen, sich Seminar für Seminar reinziehen, Ausbildungen absolvieren, Ratschläge noch und noch einholen, immer in der Hoffnung, endlich ihren großen Knopf zu lösen?
Ich wette mit dir, dass du die Antwort schon lange hast - in dir!
Ich kenne eine Unzahl Menschen, die über ein beeindruckend großes Wissen verfügen. Leider haben sie es nur im Kopf und nicht im Herzen! Sie haben es zwar gespeichert, aber nicht verstanden. Und wenn sie es endlich verstanden haben, sind sie erst einen Schritt weiter, dann heißt es nämlich: "Leben!"

Zu wissen, wie etwas funktioniert, nützt überhaupt nichts. Du musst es in dein faszinierendes Leben einbauen, es muss zu einem Teil von dir werden und täglich dein Leben mitgestalten.
Folgende Fragen können dir dabei helfen: "Was bedeutet dieses Wissen für mich? Wie und wo kann ich es in meinem Leben zur Wirkung bringen? Was ist der tiefere Sinn dahinter?"

aus dem Buch: "Vom Kopf ins Herz"     
von Franz X. Bühler      

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Juni 11

"Glück liegt in der Begegnung mit dem inneren Licht."

Lieber Gott,

vielen Dank, dass Du gekommen bist. Du hast den richtigen Augenblick erwischt, denn es ging mir gar nicht gut.
Heute beim Aufwachen habe ich geahnt, dass Du kommen würdest. Es war früh am Morgen. Es war so früh, dass die Vögel noch geschlafen haben und Du hast versucht, die Morgendämmerung zu fabrizieren. Es ist Dir schwergefallen, aber Du hast Dich ins Zeug gelegt. Der Himmel wurde fahl. Du hast die Luft ganz weiß gepustet, dann grau, dann blau, Du hast die Nacht vertrieben und die Welt zum Leben erweckt. Du hast nicht aufgegeben. Da habe ich den Unterschied zwischen Dir und uns verstanden: Du bist ein fleißiger Junge, der nie müde wird! Immer bei der Arbeit. Und da ist der Tag! Und da ist die Nacht! Und da ist der Frühling! Und da ist der Winter! Und da ist Oskar! Und da ist Oma Rosa! Was für eine Kraft!

Ich habe gespürt, dass Du da warst. Dass Du mir Dein Geheimnis verraten hast: Schau jeden Tag auf diese Welt, als wäre es das erste Mal.

Also habe ich Deinen Rat befolgt und mich mächtig angestreng. Zum ersten Mal.
Ich habe auf das Licht geschaut, die Farben, die Bäume, die Vögel, die Tiere.
Ich habe gespürt wie die Luft durch meine Nase strömt und wie sie mich atmen lässt. Ich habe gespürt, wie ich lebe. Ich bebte vor reiner Freude. Vor Glück, dazusein. Ich war überwältigt.
Ich danke Dir, lieber Gott, dass Du das für mich getan hast. Ich hatte das Gefühl, dass Du mich an die Hand genommen und mich mitten in das Herz des Geheimnisses geführt hast, um das Geheimnis anzuschauen. Danke.

Bis morgen, Küßchen,
Oskar

Auszug aus dem Buch: "Oskar und die Dame in Rosa"     
von Eric-Emmanuel Schmitt    
  

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Mai 11

Wir warten bis...

Wir denken, unser Leben wird besser, wenn wir uns binden, heiraten, das erste Kind bekommen und das nächste.

Dann leiden wir darunter, dass unsere Kinder noch klein sind und warten darauf, dass alles besser wird, wenn sie größer werden.

Sodann machen wir uns Sorgen, dass sie Teenies werden und wir damit klar kommen müssen. Sicherlich werden wir froh sein, wenn sie herauswachsen aus der Pubertät.

Wir sagen uns, unser Leben wird besser, wenn unser Partner seine Sache zu Ende bringt, wenn wir ein schöneres Auto haben, endlich in Urlaub gehen oder das Rentenalter erreicht haben werden.

In Wahrheit gibt es keine schönere Zeit, um glücklich zu sein, als jetzt. Wann, wenn nicht jetzt? Dein Leben wird stets ausgefüllt sein von Herausforderungen, also nimm es so, wie es ist und sei glücklich.

Lange dachte ich, das Leben fängt gerade erst an. Doch immer tauchten Hindernisse auf: Eine harte Prüfung, die es zu bestehen galt; ein Projekt, das es zu meistern galt; Zeit, die aufzubringen war; eine Rechnung, die es zu begleichen galt. Danach jedoch wird alles gut. Später erst erkannte ich, all diese Hindernisse sind das Leben an sich.

Diese Einsicht verhalf mir zu verstehen, dass es keinen Weg zum Glück gibt. Das Glück selbst besteht in dem Weg zu ihm.

So genieße den Moment!
Schluss damit, auf den Schulabschluss zu warten oder auf den Anfang des Studiums, darauf, 10 Euro zu verlieren oder zu gewinnen, Arbeit zu bekommen, zu heiraten, dass es endlich Freitag Abend wird oder Sonntag früh, dass der Auftrag erledigt ist und alle Einlagen sich rentiert haben, dass es endlich Frühling wird oder Sommer oder Herbst oder Winter, dass der Erste kommt oder der Fünfzehnte oder wann Du stirbst, noch bevor Du Glückseligkeit erfahren hast.

Das Glück ist der Weg und nicht der Bestimmungsort. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt zum Glücklichsein als heute!
Lebe und genieße den Moment.

Quelle unbekannt          


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April 11

Wie bleibt man jung

Jugend ist nicht ein Lebensabsschnitt -
sie ist ein Geisteszustand.
Sie ist Schwung des Willens,
Regsamkeit der Phantasie,
Stärke der Gefühle,
Sieg des Mutes über die Feigheit,
Triumph der Abenteuerlust über die Trägheit.

Niemand wird alt,
weil er eine Anzahl Jahre hinter sich gebracht hat.
Man wird nur alt,
wenn man seinen Idealen Lebewohl sagt.
Mit den Jahren runzelt die Haut,
mit Verzicht auf Begeisterung aber runzelt die Seele.

Du bist so jung wie Deine Zuversicht,
so alt wie deine Zweifel,
so jung wie Dein Selbstvertrauen,
so alt wie Deine Furcht,
so jung wie Deine Hoffnungen,
so alt wie Deine Verzagtheit.
Solange die Botschaften der Schönheit,
Freude, Kühnheit, Größe
Dein Herz erreichen,
solange bist Du jung.

                 Albert Schweitzer            

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März 11

Die 9 Erkenntnisse aus den Prophezeiungen von Celestine

1. Der Wandel tritt ein
Die Zeit ist gekommen, dass wir erneut erfahren, in welch geheimnisvoller Welt wir leben, voller Zufälle und Begegnungen und doch vorherbestimmt.

2. Ein Umdenken findet statt
Je weiter diese Veränderung voranschreitet, desto klarer wird sich uns ein neues Weltbild erschließen – werden wir uns der göttlichen Energie bewusst.

3. Die Energien fließen
Wir erkennen, dass alles um uns herum dieser göttlichen Energie entspringt – sie die alleinige Ursache ist und wir werden beginnen zu verstehen.

4. Der Frieden kehrt ein
Aus dieser Perspektive betrachtet werden wir sehen, wie hilf- und haltlos wir waren, abgenabelt von dieser göttlichen Kraft. Diese Schwächen zu kompensieren, bemächtigten wir uns der Energie anderer und dies ist der Grund für alle Kriege und Konflikte dieser Welt.

5. Die Verbindung wird wieder hergestellt
Die einzige Lösung ist die erneute Verbindung mit jener göttlichen Energie, jene spirituelle Transformation, welche uns mit unendlicher Liebe erfüllt, unseren Sinn für das Schöne und Reine schärft und uns
auf eine neue Bewusstseinsebene hebt.

6. Das Wertesystem definiert sich neu
Durch dieses Wissen werden wir erkennen, dass nicht die Kontrolle uns Kraft schenkt, sondern eine tiefere Wahrheit – die Erkenntnis, dass Mitgefühl und Menschlichkeit die einzig reale Kraftquelle darstellt.

7. Unbewusste Fähigkeiten reaktivieren und sensibilisieren sich
Auf diesem Weg werden wir mehr und mehr unserer Intuition folgen –
sie wird uns leiten und uns auf den richtigen Weg führen, uns die Tür zu unserer Bestimmung öffnen.

8. Eine neue Generation wird geboren
Wir werden weiter wachsen und aus dieser Quelle der Kraft schöpfen, die sich durch stetiges Geben und Nehmen potenziert. Es wird sich eine neue Kultur erheben, genährt durch die freigesetzten Energien und
immer weiter entwickelnd.

9. Eine andere Zukunft
Wir werden diesen Weg gemeinsam beschreiten, welcher uns von Anbeginn bestimmt war und zum Ziel bringen wird.

aus dem Buch "Die Prophezeiungen von Celestine"
von James Redfield 
 

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Februar 11

Spuren im Hier und Jetzt

Als ich gebeten wurde, ein paar Gedanken zum Thema Spuren zu schreiben, wollte ich zuerst ablehnen. Welche Spuren habe ich in meinem Leben schon hinterlassen. - Ich bin ein Durchschnittsmensch, keine herausragende Persönlichkeit. Dennoch wurde gerade ich darum gebeten, ein paar Zeilen zu diesem Thema zu verfassen.

Ich dachte an kurze Begegnungen und Momente, in denen ich anderen helfen, sie trösten konnte; oder einfach nur wahrgenommen habe, was sie gerade in diesem Moment brauchten. Ich habe vielleicht nichts Großartiges geschaffen;
aber ich habe Menschen zum Lächeln, Nachdenken, miteinander Reden gebracht und sie auch auf kleine Schönheiten des Lebens aufmerksam gemacht. - Und ich habe Freunde!

Ich glaube, es geht nicht unbedingt darum, sich selber ein Denkmal für die Nachwelt zu setzen. Es ist viel wichtiger, Spuren im Hier und Jetzt zu hinter-lassen, welche die Menschen berühren, sie zum Denken, Fühlen bewegen und ihnen vielleicht sogar den Mut geben, sich aus der Masse und dem gewohnten Trott zu lösen, um neue Wege mit tieferen Werten gehen zu können.

von Barbara Wunderer
(Auszug aus dem SOL-Kalender)

Link zu SOL - Menschen für Solidarität, Ökolgie und Lebensstil

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Jänner 11

"Die Erlaubnis, die Welt zu fühlen,
öffnet in uns (wieder) eine Lebendigkeit, Kraft und Liebe,
welche Ressource für positive Aktionen der Veränderung
und Verbesserung werden kann."      

Diana Voigt

Die Welt lieben lernen           

Wenn wir die lebende Natur als etwas zu sehen beginnen, was uns nicht gegenübersteht, sondern in die wir eingebettet sind, dann wird das natürlich unser Verhältnis mit der lebenden Natur sehr verändern. Wir werden die lebende Welt nicht mehr als ein mechanisches System sehen, das aus getrennten Teilen besteht, die wir auch ausbeuten können, sondern werden eine größere Ehrfurcht haben, weil die Natur aus Lebenwesen wie uns selbst besteht. Aus Lebewesen, die mit uns sehr viel gemeinsam haben und unter anderem auch einen Erkenntnisprozess und eine Intelligenz gemeinsam haben. Der passende Umgang mit Natur geschieht nicht durch Beherrschung der Natur, sondern durch einen Dialog mit der Natur.
                                                                      Diana Voigt

"Ich glaube, viele Menschen in der westlichen Welt haben
eine sehr persönliche Beziheung zur Natur.
Aber das ist eine Art Teilzeit-Beziehung fürs Wochenende.
Freitag Nachmittag sind die Ausfahrtsstraßen der Metropolen verstopft,
weil Millionen von Menschen raus in die Natur wollen.
Diese Ausflüge in die Berge, aufs Land und in die Wälder, sind der Versuch,
eine andere Beziehung zur Natur wiederherzustellen.
Von Montag bis Freitag unterliegen wir einem wirtschaftlichen System,
das im Wesentlichen darauf basiert, die Natur auszubeuten.
Also haben wir so etwas wie ein gespaltenes Verhältnis zur Natur -
eine mechanistische Beziehung für die Werktage und
eine persönliche Beziehung an den Feiertagen.
Und langsam kommen wir zur Einsicht, dass wir auch während der Woche
einen anderen Ansatz brauchen."

Rupert Sheldrake

 

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