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Dezember 10

"Die Ware Weihnacht
                     ist nicht die wahre Weihnacht!"       Kurt Marti


Zu Weihnachten unseren eigenen Anfang feiern           

Wir sind nicht festgelegt auf unsere Vergangenheit, auf die Verletzungen
unserer Lebensgeschichten, die uns immer wieder am Leben hindern. Gott
selbst fängt neu an mit dir. Er befreit dich vom Zwang, dich von deiner Vergangenheit her zu definieren.
Wie immer auch deine Lebensgeschichte aussieht, was immer dich belastet, du kannst es lassen und neu anfangen. (Anselm Grün)

Meister Eckhart meinte einmal: Die Gottesgeburt geschehe nur im innersten Wesen der Seele, im Fünklein der Vernunft, in jenem tiefen Schweigen. Die Weihnachtsgeschichte erzählt somit nicht allein die Geschichte von Christi Geburt, sie weist vielmehr darauf hin, dass das Göttliche in dir geboren werden will. Hier und Jetzt.

"Du bist ein Kind Gottes.
Dich klein zu halten dient der Welt nicht.
Dich klein zu halten,
damit die anderen um dich herum sich nicht unsicher fühlen:
das hat nichts mit Erleuchtung zu tun.

Wir sind geboren um die Größe Gottes, der in uns lebt, zu verwirklichen.
Und diese Größe ist nicht nur in einigen von uns,
sie ist in jedem Menschen.
Und wenn wir unser Licht leuchten lassen,
dann geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis,
dasselbe zu tun.
Wenn wir selbst von Angst frei sind,
dann sind die anderen durch unser Dasein auch frei."

Marianne Williamson

 

 

November 10

"Dinge, die wir nicht entsorgen,
belegen uns mit Sorge.
Sie zu ent-sorgen, befreit uns davon."


Entrümpeln schafft Platz für Neues!            

Unterschätzen Sie nie die Auswirkungen, das all Ihr Gerümpel in Ihrem Leben auf Sie hat. Wenn Sie sich mit viel Gerümpel umgeben, so schleifen Sie ständig die Ketten und Gewichte Ihrer Vergangenheit hinter sich her.

Frei von all dem Müll zu sein ist eine der größten Hilfen auf dem Weg zu dem Leben, das Sie sich wünschen. Aber das kann nicht geschehen, wenn alle Kanäle verstopft sind.

Eine Aufräumaktion hat somit etwas außerordentlich Therapeutisches an sich. Während Sie Dinge in Ihrer Umgebung in Ordnung bringen, verändern Sie auch in Ihnen selbst etwas. Was außen ist, ist auch innen, und umgekehrt.

Entrümpeln eröffnet die Sicht auf das Wesentliche!

Tipps & Tricks zum Entrümpeln (Download)       

 

Oktober 10

Humor ist, wenn man trotzdem lacht         

Je länger ich lebe, um so mehr begreife ich, wie sehr unsere Einstellung
unser Leben prägt. Für mich ist die Einstellung wichtiger als die Tatsachen. Ich finde sie wichtiger als Vergangenheit, Bildung, Geld, Umstände, wichtiger als Erfolge und Niederlagen, wichtiger als das, was andere Menschen denken oder sagen oder tun, wichter als Aussehen, Begabung oder Fertigkeiten.

Unsere Einstellung entscheidet über Sein oder Nichtsein - in der Familie, in der Firma, ... . Und das Tollste ist: Wir können jeden Tag neu die Einstellung wählen, mit der wir durch diesen Tag gehen.
Wir können nicht unsere Vergangenheit ändern, auch nicht die Art, wie
bestimmte Menschen sich verhalten. Wir können nicht das Unvermeidliche
ändern. Wir haben nur eine Saite, auf der wir spielen können, und das ist
unsere Einstellung.

von Pastor Charles Swindoll             
     (aus: "Lachen steckt an - Weinen macht naß", Barbara Johnson)    

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September 10

Quellen der Freude entdecken

Welche Fantasien für Ihr Leben hatten Sie, als Sie 20 Jahre alt waren?
Welche davon haben Sie anderen Menschen mitgeteilt, welche ganz für sich selber behalten?

Gab es eine Zeit in Ihrem Leben, als Sie von einem Interesse ganz und gar in Beschlag genommen waren? Falls ja, wo ist dieses Interesse heute?

Keimen in Ihrem Leben neue Interessen auf?

Manchmal können wir nicht das verwirklichen, was wir verwirklichen möchten. Das ärgert oder betrübt uns. Welche Verhinderungen ärgern Sie am meisten?

Stellen Sie sich vor: Jemand würdigt Ihr bisheriges Leben. Was müsste unbedingt in dieser Würdigung enthalten sein?

Was sollen Ihre Nachkommen einmal auf die Frage antworten, was Ihnen
wichtig war in Ihrem Leben?

Was steht noch aus in Ihrem Leben, das unbedingt verwirklicht werden muss?

nach Verena Kast

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August 10

Was wäre, wenn eine Fee kommt und
vom Wohlstand erzählt?

Versetzen wir uns in zwei Personen. Die eine: Sie lebte irgendwann in einem der vergangenen Jahrhunderte. Die andere: Sie lebt heute in einem Township in Afrika, in Asien oder Südamerika. Zu beiden kommt eine Fee und erzählt von einer Gesellschaft, in der für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung Folgendes selbstverständlich ist: Wenn man hungrig ist, geht man in ein Geschäft in der Nähe und kauft sich einfach etwas zu essen. In der Wohnung gibt es fließendes heißes und kaltes Wasser in Trinkqualität.

Ist es draußen kalt, schaltet man ein Gerät ein, und in der gesamten Wohnung wird es warm. Eine Toilette lässt geruchlos und hygienisch die Fäkalien verschwinden. Wird man krank, zückt man, ungeachtet seines Einkommens, eine kleine bedruckte Karte und bekommt weitgehend kostenfrei medizinische Betreuung.

Schulbildung ist ebenso gratis für alle; für jene, die weiter entfernt sind, bezahlt der Staat den Transport. Zur Arbeit, zu Freunden und Verwandten kommt man relativ einfach. Erschwingliche öffentliche Verkehrsmittel ermöglichen es. Auf den Straßen liegt kein stinkender Müll, er wird professionell weggeräumt.

An die 90 Prozent aller Menschen, die arbeiten wollen, finden eine bezahlte Tätigkeit. Für jene, die arbeitslos sind, gibt es eine Reihe von Fortbildungs-maßnahmen, und ebenso Zahlungen, um sie in der Zwischenzeit zu unterstützen. Wird man alt, ist Einkommen, wenn auch manchmal bescheiden, für beinahe alle eine weitere Selbstverständlich-keit. Jeder darf seine Meinung frei äußern, sie auch publizieren, und wenn er sich befähigt fühlt, sich als Politiker einer weit gehend fairen Wahl stellen.

Wie würde unser fiktiver Bewohner eines Townships, dem nahezu alles fehlt, was hier beschrieben wurde, bzw. jener sagen wir, im 17. Jhdt. Lebende auf diese Erzählung reagieren? Ungläubiges Staunen über nahezu paradiesische Zustände. Ersterer riskiert deswegen oft auch alles, sogar sein Leben, um in dieses wundersame Land zu kommen.

Jetzt kommt das Unglaublichste an dieser Geschichte.
Denn die Fee fragt noch etwas: „Wie viel wird in dieser Gesellschaft gelacht, wie zufrieden und fröhlich sind diese Menschen? Auch wenn ihr mir das nicht glauben werdet: Sie haben große Angst, und wenn ihr ihnen auf der Straße begegnet, lachen sie ganz selten.“

aus: "Die Presse", von Christoph Chorherr

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Juli 10

Liebe

Was passiert, wenn eine Blume tief im Wald erblüht, und es ist keiner
da, der sie bewundert, keiner, der ihren Duft wahrnimmt, keiner, der
eine Bemerkung macht und sagt: "Wie schön!", keiner, mit dem sie ihre Schönheit und ihre Freude teilen kann und der sich daran erfreut ...

Was passiert mit dieser Blume? Stirbt sie? Leidet sie? Gerät sie in Panik?
Begeht sie Selbstmord? - Sie blüht weiter, sie blüht ganz einfach weiter. Es macht keinen Unterschied, ob jemand vorbeikommt oder nicht; es ist unwichtig.
Sie wird weiterhin ihren Duft an die Winde verströmen und ihre Freude Gott darbieten, dem Ganzen.

aus: „MANN UND FRAU - Der Tanz der Energien", Osho

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Juni 10

Wir Menschen, die wir uns arroganterweise für die höchste Lebensform
auf diesem Planeten halten, tun alles, um unsere eigene Existenzgrundlage
zu zerstören. Wenn man sich diese Unmenge von unterschiedlichen Arten
und Rangstufen, die allesamt Elemente des Lebens repräsentieren, als
einen Haufen aus trockenem Sand vorstellt, so thront die höchste
Rangstufe in Form der Menschheit ganz oben auf dessen Spitze.
Wenn nun die niedrigeren Ordnungen aus den unteren Zonen entfernt
werden, wenn man hier Öl, dort Kohle herausholt, hier die Wälder abholzt und dort die Meere überfischt, dann müssen die relativ wenigen
„menschlichen“ Samenkörner zwangsläufig von dort oben nach unten
wegsacken, da die verschiedenen tragenden Qualitäten, die Sandkörner
aus den Tiefen des Haufens, allmählich unerbitterlich entfernt wurden.
Bekanntlich führt schlechte Wasserqualität zu einer geringeren Qualität
der in ihm lebenden Fische. Dasselbe gilt für uns. Wenn wir zulassen, dass das natürliche Kapital der Umwelt verfällt, so verfällt damit auch unser menschliches Kapital.

aus: „Naturenergien verstehen und nutzen“, Callum Coats

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Mai 10

Es gibt in der Welt einen einzigen Weg,                
welchen niemand gehen kann außer dir.                 
Wohin er führt, frage nicht. Gehe ihn!                 
             Friedrich Nitsche  
               


Ein Licht

Der Schüler fragt den Meister:
Was ist der Unterschied zwischen Wissen und Erleuchtung?
Der Meister antwortet:
Wenn Du Wissen besitzt,
nimmst Du ein Licht, um den Weg zu erkennen.
Wenn Du erleuchtet bist,
wirst Du selbst zu Licht.

Anthony de Mello

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April 10

Alte Verletzungen loslassen und verzeihen lernen

Ein Lehrer bat seine Schüler, in die nächste Stunde einen Plastiksack
und einen Sack Kartoffeln mitzubringen. Für jeden Menschen, dem sie etwas nicht verzeihen wollten, das er ihnen in ihrem Leben angetan hatte, sollten die Schüler eine möglichst große Kartoffel wählen, auf diese dessen Namen schreiben und die Kartoffel in den Plastiksack legen.
Nun sollten sie diesen Sack Kartoffel eine Woche lang mit sich herum-tragen, d.h. überall dahin mitnehmen, wo sie hingingen.
Dies machte den Schülern klar, welche Last man mit sich herumträgt, wenn man einem anderen nicht verzeiht und wie belastend es ist, an Kränkungen und Groll festzuhalten.

Die darin enthaltene Weisheit
Wenn wir anderen deren Worte oder Verhalten verzeihen, dann tun wir nicht den anderen einen Gefallen, sondern nur uns selbst. Wir befreien uns von einer seelischen Last und können so wieder lebendiger werden.
Verletzungen und Kränkungen, die wir nicht loslassen, lähmen uns, vergiften unser seelisches Wohlbefinden und hindern uns an unserer seelischen Entfaltung.

Wieviele Kartoffeln tragen Sie mit sich herum?
Wieviel leichter würden Sie durchs Leben gehen,
wenn Sie verzeihen würden?

unbekannt

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März 10

Drei Götter wollten die Weisheit des Menschen verstecken

Der erste sagte zu den zwei anderen Göttern: Verstecken wir doch ihre Weisheit am höchsten Berg der Welt, dort kommt sicher niemand hin.
Dies lehnten die beiden anderen mit der Begründung ab, dass die Menschen doch auf jeden Berg steigen könnten.

Der nächste hatte die Idee die Weisheit des Menschen in den tiefsten Ozean zu legen; wieder kam der Einwand, die Menschen erfänden etwas, damit sie hinunter tauchen könnten!

Da sagte der dritte Gott: Warum verstecken wir ihre Weisheit nicht in ihnen selbst, da suchen sie sie sicher nicht!

unbekannt

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Februar 10

Du hast das Recht deine Eltern zu ent-täuschen,

wenn sie dich in ein Bild zwängen, das dir nicht entspricht,
wenn sie dich festhalten wollen in der Rolle des Kindes.

Ihre Sicht von dir ist begrenzt, auch wenn sie dich lieben
und dein Bestes wollen. Ihre Welt ist nicht deine Welt,
auch wenn ihr viele Jahre sehr viel miteinander geteilt habt.

Sie werden nie in deiner Haut leben, nicht deine Nöte durchstehen,
nicht deine Entscheidungen treffen.

Ihre Ratschläge kannst du dir anhören, sie mögen wertvoll sein,
aber du hast auch das Recht ihren Rat auszuschlagen
auf der Suche nach deinem eigenen Weg.

Ihre Verantwortung war eine andere als deine,
ihre Entwicklung vom Jugendlichen zum Erwachsenen fiel in eine andere Zeit,
ihre Unsicherheit und ihre Zweifel bezogen sich auf andere Fragen.

Jetzt bist du dran. Wenn du ihrem Bild von dir treu bleibst,
läufst du Gefahr, dein Potential zu verfehlen.
Manchmal geht es nicht anders, als die zu ent-täuschen, die wir lieben,
weil oft gerade sie es sind, die das geschlossenste Bild von uns haben
und den festesten Halt auf uns ausüben.
Aus ihrer Liebe haben sie den sichersten Käfig für uns gebaut.

Die eigenen Eltern zu würdigen und sie in der Tiefe zu ehren kann heißen,
in Verantwortung den eigenen Weg zu gehen und nicht ihren,
zu dem dich deine Eltern einmal erziehen wollten oder erzogen haben.
Sei du ihnen treu indem du dir treu bist.
Nur wenn du dich von ihnen löst, wirst du ihnen wirklich neu begegnen können.

Ulrich Schaffer

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Jänner 10

Aufruf der Hopi-Indianer
An meine Gefährten, die mit mir schwimmen.

Da ist ein Fluss, der fließt jetzt sehr schnell. Er ist so mächtig und reißend, dass einige Angst haben werden. Und sie werden beträchtlich leiden.

Wisse, dass der Fluss seine Bestimmung hat. Die Ältesten sagen, wir müssen vom Ufer loslassen und in die Mitte des Flusses stoßen, unsere Augen offen halten und unsere Köpfe über dem Wasser.

Und sie sagen, Schaue wer da mit dir ist und feiere. In dieser Zeit der Geschichte dürfen wir nichts persönlich nehmen, am allerwenigsten uns selbst. Denn in dem Moment, wo wir das tun, kommt unser inneres Wachstum und unsere Reise zum Stillstand.

Die Zeit des einsamen Wolfes ist vorbei. Kommt zusammen, verbannt das Wort "Mühsal" aus eurer Haltung und eurem Vokabular. Alles, was wir jetzt tun, muss auf eine heilige Art und Weise getan werden und im Feiern.

unbekannt

 

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