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Dezember 09

Neue Epidemie breitet sich aus

Eine weitere Epidemie verbreitet sich mit rasender Geschwindigkeit! Die WHO befürchtet, dass Milliarden Individuen in den nächsten Jahren infiziert werden.

Hier folgen die Symptome dieser schrecklichen Krankheit:

  • Die Neigung, sich durch seine eigene Intuition leiten zu lassen, anstatt durch Ängste, aufgezwungene Ideen und Konditionierung.
  • Totaler Mangel an Interesse, sich mit etwas zu beschäftigen, das Konflikte verursachen könnte.  
  • Verlust der Fähigkeit, sich Sorgen zu machen.
  • Ein konstantes Wohlgefühl beim Wertschätzen von Menschen und Dingen.
  • Das Bestreben, sich selbst zu ändern, um für die eigenen Gedanken, Gefühle, Emotionen, Körper, das Leben und die Umgebung auf eine positive Art zu sorgen, sodass unser Potential an Gesundheit, Kreativität und Liebe voll entwickelt wird.
  • Wiederholte Anfälle von Lächeln: einem Lächeln, das „Danke“ sagt und das ein Gefühl von Einheit mit allem, was lebt, aufbaut.
  • Eine stets weiter wachsende Empfänglichkeit für Einfachheit, Lachen und Freude.
  • Befriedigung darin finden, dass man ein Mensch ist, der Fröhlichkeit und Licht bringt, anstatt Kritik oder Gleichgültigkeit.
  • Ein Gefühl von Verantwortlichkeit und Glückseligkeit, dass man der Welt seine Träume von einer harmonischen und friedlichen Zukunft und einer Welt im Überfluss schenken will.
  • Der Wille, sich jeden Moment zu entscheiden für das, was schön, gut, wahr und lebendig ist.

Wenn Sie weiterhin in Angst, Abhängigkeit, Konflikt, Krankheit und Konformis mus leben wollen, vermeiden sie unbedingt jeden Kontakt mit Menschen, die diese Symptome zeigen. Der Zustand ist äußerst ansteckend. Falls sich bei Ihnen schon Symptome zeigen, ist Ihr Zustand wahrscheinlich hoffnungslos. Medizinische Behandlungen können für kurze Zeit einzelne Symptome unter-
drücken, aber das unausweichliche Fortschreiten der Krankheit kann nicht einmal durch Impfungen aufgehalten werden. Die Glückskrankheit bringt darüber hinaus den Verlust der Angst vor dem Tod mit sich, was einer der zentralen Pfeiler ist, worauf sich der Glaube an die materialistische moderne Gesellschaft stützt.

unbekannt

(aus: "mehr wissen - besser leben", Depesche Nr. 31/2009)
www.kent-depesche.com

 


November 09

Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht,
dass wir ungenügend sind.

Unsere tiefgreifendste Angst ist,
über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit,
das uns am meisten Angst macht.

Wir fragen uns, wer bin ich, mich brillant,
großartig, talentiert, phantastisch zu nennen?

Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen?
Du bist ein Kind Gottes.

Dich selbst klein zu halten,
dient nicht der Welt.

Wir sind alle bestimmt, zu leuchten.

Wir sind geboren worden,
um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren.

          Text von Nelson Mandela
          (aus der Antrittsrede von 1984) 

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Oktober 09

Eine Geschichte

Eine junge Frau wartete auf einem großen Flughafen auf die Boarding-Time für ihren Flug. Weil sie mehrere Stunden warten musste, entschied sie sich, ein gutes Buch zu kaufen. Zudem kaufte sie sich eine Packung Kekse. Sie setzte sich auf eine Bank im Ruheraum des Flughafens, um sich auszuruhen und das Buch zu lesen.
Auf der einen Seite der Bank, auf der die Packung der Kekse lag, begann ein Mann in seiner Zeitschrift zu lesen. Als sie das erste Keks nahm, machte der Mann dasselbe. Sie war irritiert über dieses Verhalten, sagte aber nichts und dachte für sich: „Was für eine Frechheit, am liebsten würde ich ihn ohrfeigen!“
Bei jedem Keks, das sie nahm, nahm der Mann auch eines. Das brachte sie in Rage, aber sie wollte keine Szene machen. Als nur noch ein Keks übrig blieb, dachte sie: „Und was macht er wohl jetzt, dieser schamlose Nutznießer?“
Der Mann nahm das letzte Keks, brach es in zwei Stücke und reichte ihr die eine Hälfte.
Ah, das war jetzt aber wirklich zu viel des Guten! Sie war außer sich! Blitzschnell nahm sie ihr Buch und ihr Gepäck und rauschte hinaus, hinüber zum Abflugsgate.
Als sie sich im Flugzeug dann auf ihren Platz setzte, öffnete sie ihre Handtasche, um die Lesebrille herauszunehmen – und fand da, zur großen Überraschung …

… ihre Packung Kekse, ganz und ungeöffnet! Da fühlte sie sich einfach MIES!! Sie realisierte, wie sie sich geirrt hatte. Sie hatte ganz vergessen, dass sie ihre Packung Kekse in die Handtasche gegeben hatte. Der Mann hatte seine Kekse mit ihr geteilt – ohne Groll oder Furcht. Unter Schock erinnerte sie sich daran, wie sie gedacht hatte, sie hätte ihre Kekse mit ihm geteilt. Und jetzt hatte sie nicht mehr die Gelegenheit, die Situation zu erklären oder sich zu entschuldigen.


Es gibt 4 Dinge, die wir nicht mehr zurückholen können …

     Der Stein, nachdem er geworfen wurde.
     Das Wort, nachdem es ausgesprochen wurde!
     Die Gelegenheit, die nicht ergriffen wurde!  
     Die Zeit, weil sie vorbeigeht!

           unbekannt

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September 09

Was heißt hier Liebe?

Liebe ist Wirklichkeit – viel umfassender, weiter, breiter. Sie bezieht sich nicht bloß auf zwei oder mehrere Menschen oder Dinge.
Liebe bedeutet ganz allgemein Hinwenden statt Abwenden. Liebe ist Hinwenden mit dem Herzen. JA zu sagen, das herein zu lassen und anzunehmen, was wirklich ist, ganz ohne Beschönigen, Verfälschen, Schlechtmachen, Bewertung.
Andernfalls liebe ich ja bloß meine eigene Wunschvorstellung oder irgendein Bild, das ich mir zum Beispiel von einem Mensch zurechtge-zimmert habe.
Sie führt uns genau dort hin, wo wir sonst nie hinsehen würden.
Wer also bereit ist, sich in Liebe zu öffnen, dem werden die Masken nach und nach runter gerissen – ein Grund, warum viele Menschen Angst haben vor der Liebe.

Lieben ist annehmen was IST. Liebe ist pure Hingabe an das Leben.
Wenn ich etwas „will“, heißt das, ich bin unzufrieden mit dem, was mir das Leben gerade vor die Nase setzt – ich will etwas Anderes, als Realität ist. Und das muss zwangsläufig Probleme bereiten, denn dann trenne ich mich ja innerlich von dem, was das Leben gerade jetzt mit mir vorhat, vom Fluss des Lebens.

Die wichtigste Voraussetzung ist: zu erkennen, was meine Vorstellungen sind und was im Vergleich dazu Realität ist.

        Rafia G. Vetter                       

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August 09

Wer ist ein Lebenskünstler?

  •  Kann Lebenssituationen aus verschiedenen Perspektiven sehen
  •  Flieht nicht vor der Realität, sondern sieht ihr ins Auge
  •  Ist frei von Spannungen und Sorgen, da er einen Platz hat wo er
     sie hinbringen kann
  •  Ist vergebensbereit
  •  Lernt aus seinen Erfahrungen
  •  Gibt mehr als er nimmt
  •  Kann bei Kritik zwischen Sache und Mensch unterscheiden
  •  Kann Belohnungen aufschieben, sparen und planen
  •  Hat eine große Liebesfähigkeit und kommt mit anderen Leuten
     gut aus
                                          nach Dr. Karl Menninger

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Juli 09

 Ich will nicht mehr fragen:
Mache ich es allen recht?
Sind die anderen mit mir zufrieden?
Entspreche ich meiner Umgebung?
Was werden die anderen von mir denken?
Wie beurteilen sie mich?
Welches Bild haben die anderen von mir?
Werden sie enttäuscht sein?

Ich will nur mehr eines fragen:
Lebe ich wirklich?
Lebe ich mein Leben?

Franz Schmatz

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Juni 09

Plötzlich sind wir alle wieder reich

Genau genommen waren wir schon immer reich, aber da wir uns entschieden haben dem Geld eine so hohe Wertigkeit zu schenken, fühlen sich so viele arm und wertlos. Überlegen wir doch einmal, was sind denn die Werte, die wir uns so sehr wünschen – Anerkennung, Freundschaft, Liebe, eine erfüllende Tätigkeit, … Das spannende an der ganzen Sache ist, dass all diese Werte eigentlich kein Geld benötigen und wir sie auch nicht um Geld kaufen können.
Darum, hören wir auf die Wertigkeiten zu verdrehen und holen das Geld von seinem Thron, auf den wir es eigenmächtig erhoben haben. Denn die wahren Werte liegen in uns selber – in jedem von uns. Es sind unsere Fähigkeiten, unsere Talente die wir so oft hinten anstellen bzw. manche sogar bereits vergessen haben (da wir die Zeit dafür nutzten dem Geld hinterherzulaufen).
Nehmen wir die Verantwortung für unser Leben wieder selbst in die Hand. Werden wir kreativ und setzen wir uns ein für ein neues System, in dem wir es schaffen, in den lebenserhaltenden Dingen wieder unabhängig zu werden. Vergessen wir dabei aber nicht unsere Fähigkeiten, unsere Talente wieder auszugraben, denn die werden wir brauchen. Tauschen wir sie, mit unseren Nachbarn, unseren Freunden und Bekannten. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ist, sich endlich Zeit zu nehmen, Zeit für sich und seine Mitmenschen – ohne dabei Geld in die Hand zu nehmen.
Ein Gedanke noch zum Schluss: Es heißt doch immer „Humankapital ist das größte Kapital eines Unternehmens“ – da sehen wir es. Es sind wir Menschen, die das Leben reich und wertvoll machen. Nur wir selbst haben es in der Hand unsere Lebensqualität wieder zu erhöhen.  

        Bettina Ausserhuber

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Mai 09

Da wurde ich anders

Eine Zeitlang bewunderte ich jene, die nie sagen: „Ich bin müde“, die nie klagen: „Ich kann nicht mehr“, die nie fragen: „Wer hilft mir?“
Eine Zeitlang beneidete ich jene, die immer lächeln, die alles schaffen, die ständig geben, die keine Träne zulassen, die nie jammern, die stets zurückstehen, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen.
Doch dann durfte ich Menschen begegnen, die weinen konnten, die um Hilfe bettelten, die sich schwach wähnten, die Zuwendung brauchten, die Sinn suchten, die verwundbar waren, die an Erschöpfung litten, die Fragen stellten, die sich helfen ließen.
Heute weiß ich, diese Menschen ließen mich anders werden, nämlich mehr MENSCH!

        Franz Schmatz

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April 09

Aufstehen zum Leben

Noch nie waren wir so frei an Möglichkeiten wie heute und gerade deshalb sind so viele unentschlossen. Noch nie war uns so viel Erfolg in Aussicht gestellt und dennoch scheitern viele – menschlich wie beruflich. Noch nie waren uns so viele Erfahrungen zugänglich, doch die Suche nach Sinn ist damit nicht erfüllt und beruhigt.
Es ist wohl die unendliche Suche nach mehr, die uns heute am Verweilen in einer beständigen Sinnerfahrung hindert. Es ist die Schnelllebigkeit unserer Gegenwart, die uns unaufhaltsam vorwärts drängt, ohne dass wir erkennen, wie vieles wir in unserem von zielorientiertem Denken und Streben geprägten Alltagsleben einfach übersehen. Oberflächlich Wichtiges besetzt unseren Kopf, Pflichten und Vorhaben nehmen uns in Anspruch. Menschen werden of nur noch nach ihrer Funktion beurteilt, während das menschlich Wertvolle in der Eile unserer Zeit oftmals unbeachtet bleibt. Persönliches wirkt nebensächlich, Achtsamkeit scheint in Vergessenheit zu geraten. Und doch gibt es sie auch heute: jene hoffnungsvolle, leise Stimme, die uns bittet, in der Rastlosigkeit unserer Zeit einmal stehen zu bleiben, um inne zu halten: jene tiefe Sehnsucht, die uns mahnt, Altes los zu lassen, um neu anzufangen und all das neu zu entdecken, was unscheinbar geworden ist, jene Botschaft, die uns Mut macht, aufzustehen zum Leben.

        Claudia Murauer

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März 09

Könnte es sein, dass in mir Kräfte liegen,
die noch nicht geweckt sind?

Könnte es sein, dass in mir Fantasien schlummern,
die noch nicht wirken?

Könnte es sein, dass in mir Möglichkeiten schlafen,
die mich weiterbringen?

Könnte es sein, dass in meiner Tiefe alles ist,
was meinem Leben Sinn gibt?

Fehlen mir Mut und Kraft, nach innen zu sehen,
freizulegen, was mir geschenkt ist?

Ich will ruhig werden, meine Möglichkeiten entdecken,
um den Stürmen zu trotzen.

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Februar 09

Stille

Werde still und finde heim zu dir selbst.
Verzehre deine Kräfte nicht im Lärm der Welt.
Es ist gut, wenn du deine Arbeit tust,
deine Aufgaben und Pflichten erfüllst –
und es ist wichtig, dass du das gern tust.

Aber gehe nicht auf in dem, was draußen ist,
sondern nimm dich immer wieder zurück.
Sammle deine Gedanken, versenke dich in deine eigene Tiefe
und suche nach der Mitte deines Wesens und deines Lebens.
Von dieser Mitte her wirst du den Maßstab finden
für das, was wirklich wichtig ist für die Erfüllung,
für die Ganzheit deines Lebens.

        Christa Spilling-Nöker

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Jänner 09

   Die Geschichte einer Frau, die sehr, sehr alt wurde

Sie verließ nie das Haus, ohne zuvor eine Handvoll Sonnenblumenkerne einzustecken.
Sie tat dies nicht etwa, um die Sonnenblumenkerne zu kauen, schon gar nicht, um sie irgendwo einzupflanzen.
Nein, sie nahm sie mit, um die schönsten Momente des Tages bewusster wahrzunehmen und sie besser in Erinnerung behalten zu können.
Jede positive Kleinigkeit, die sie tagsüber erlebte, wie etwa einen fröhlichen Klatsch auf der Straße, das Lachen eines Kindes, ein köstliches Mahl, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, das Glitzern des Schnees, das Strahlen der Sonne, einen rücksichtsvollen Menschen – für alles, was sie erfreute, ließ sie einen Sonnenblumenkern von der rechten in die linke Jackentasche wandern. Manchmal waren es gleich zwei oder drei.
Abends saß sie dann zu Hause und zählte die Sonnenblumenkerne aus der linken Tasche. Sie zelebrierte die Minuten, lauschte dabei schöner Musik und trank ihren Seelentässchentee. So führte sie sich vor Augen, wie viel Schönes ihr an diesem Tag widerfahren war und freute sich sehr.
Und sogar an einem Abend, an dem sie bloß einen Sonnenblumenkern zählte, war der Tag gelungen – hatte es sich zu leben gelohnt.

        unbekannt

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